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Thursday, 25. February 2021
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Der Blizzard
Der Blizzard
Von Ines R., Vreden

Wie oft hatten wir im Westmünsterland auf Schnee gehofft, um mal ein bisschen mit dem Pferdeschlitten zu fahren oder  einen Schneeausritt zu machen. Das Münsterland ist voll von Pferden. Wie oft hatten wir auf einen Schneespaziergang gehofft, auf eine verschneite Welt. Doch dann kam es Ende November 2005 über uns wie ein Blizzard und dauerte fast 50 Stunden lang. Als sich danach die Sonne wieder durch den Schneenebel kämpfte, war fast nichts mehr so, wie es vorher war. Die Zerstörungen waren unfassbar.

Donnerstag, 24. November, am späten Nachmittag an der Station - es dämmerte bereits.

Es war ein verhangener, stiller Tag. Alles grau in grau. Die Sonne hatte am Nachmittag noch geschienen, jetzt hatten sich Wolken davor geschoben. Ich war gerade dabei die Stallungen der Enten an der Station sauber zu machen und fegte den Rest Stroh zusammen, als das Radioprogramm unterbrochen wurde. Es gab eine Unwetterwarnung für unsere Gegend, starker Schneefall war angesagt. "Starker Schneefall???" fragte ich mich und zuckte mit den Schultern. Bei uns im Münsterland gab es nie Schnee. Selbst als es in ganz Deutschland geschneit hatte im letzten Winter, da gab es im Satellitenfilm des Wetterberichtes nur einen grünen Punkt: Das waren wir!!

Ich schob die Schubkarre mit dem alten Stroh herüber zum Misthaufen. Durch die Stille der Winterlandschaft ertönten Schreie von Graugänsen. Ich schaute in den bedeckten Himmel. Eine größere Gruppe Gänse flog in einer "Eins"-Formation über den Himmel. Nichts Besonderes, absolut nicht - so etwas kommt öfter vor. Üblicherweise kreuzen die Graugänse unsere Gegend von Nordost nach Südwest: Gänse, die aus den kalten Gefilden Polens und Russlands herüber in die wärmere Rheinebene fliegen. Diese Züge finden üblicherweise Ende Oktober und Anfang November statt. Dass es schon fast Anfang Dezember war, schob ich zunächst auf das schöne, warme Wetter den ganzen November lang. Offensichtlich handelte es sich um Gänse, die sich bei uns in den großen Sumpfgebieten niedergelassen hatten, denn die Gruppe flog in östliche Richtung davon. Auch das kam vor, dass eine einzelne Gruppe gegen Abend den Standort wechselte für die Nacht. Doch das Spiel wiederholte sich! Als ich mit dem Füttern anfing, zogen gleich fünf Gruppen Wildgänse verschiedenster Rassen in östliche Richtung. Ich stellte den Eimer ab und beobachtete den Himmel. Eine kleine Schar Kanadagänse flog dicht über die Gehege. Der schwarze Hals und der weiße Fleck an der Wange waren gut zu erkennen. Selbst mein Pferd schaute nach oben. "Was geht hier vor??" fragte ich mich selber. Doch dann wurde mir klar: Wir würden ziemlich viel Schnee bekommen! Wahrscheinlich zogen die Gänse einige Kilometer heraus aus dem Schneegebiet. Ich entschloss mich dazu einige Vorkehrungen zu treffen, sicherheitshalber.

Freitagmorgen, 25. November, gegen 8 Uhr, Wohnung Vreden.


Als der erste Kaffeeduft durch die Wohnung zog, wurde ich von meinem Freund Axel geweckt "Draußen ist alles weiß überzuckert!" sagte er. Ich betrachtete die wirbelnden Flocken durch das Fenster, die harmlos von einem leicht bedeckten Himmel fielen. Trotz des eher sanften Schneefalls, lag bereits eine Stunde später fast 5 cm Schnee. Etwas skeptisch beobachtete ich auf der Fahrt zur Station eine weitere Gruppe Gänse, die tief über einen Wald hinweg flog. Normalerweise brauchte ich für die Pferde zu diesem Zeitpunkt noch kein Heu, da die riesengroßen Weiden noch bis in den Dezember hinein ausreichten.

Dennoch entschloss ich mich an diesem Tag Heu zu besorgen, gleich direkt nach dem Mittag, denn am Vormittag war der Bauer wie immer nicht auf dem Hof. Ebenso entschloss ich mich die Tiere heute komplett in den Ställen zu behalten. Dem sanften Flockenspiel, was gegen Mittag immer dichter wurde, traute ich nicht. Und wirklich! Kaum waren wir mit dem Füttern fertig, verdunkelte sich der Himmel. Die Flocken wurden dicker, der Schnee fiel dichter. Schnee so schwer wie Beton.

Freitag um 12 Uhr, Fahrt nach Vreden - starker Schneefall.

Eine Stunde brauchten wir für die 12 km Strecke nach Vreden. Ich befürchtete schon, dass wir womöglich nicht wieder zurück zur Station kommen würden, nach dem Mittag. So schnell wie in dieser Stunde der Schnee fiel, so schnell konnte kein Räumfahrzeug sein. Inzwischen lagen fast 20 cm Schnee ungeräumt auf der kurvigen Straße, die durch die Wallhecken und Büsche Richtung Vreden führte. 20 cm Schnee lagen auch auf den noch belaubten Bäumen der Hecken und Wälder, gestapelt und unfassbar schwer. Die meisten Zweige kleinerer Büsche neigten sich schon bedrohlich tief.

Fast in Vreden angekommen war dann Schluss. Wir standen mit 5 Pkws vor einem quer dar stehenden Feuerwehrwagen. Die Feuerwehr hatte die Straße gesperrt und sägte an den Bäumen. Schwer lag der Schnee auf den Wipfeln der belaubten Eichen. Es brachen dicke große Äste ab und knallten auf die Straße. Durch den Schnee hindurch lief ich zu den Feuerwehrleuten - Angst spiegelte sich in den Augen der Autofahrer vor uns wider – es war, wie der Beginn eines Albtraumes.

Ich steuerte auf einen Feuerwehrmann mit einem Sprechgerät zu. "Wir können da hinten nicht stehen bleiben!!" rief ich ihm noch vor dem Hallo zu. "Sie können hier nicht weiter im Moment, die Eichen drohen jeden Moment auf die Straße zu stürzen." erklärte er und versuchte die Kettensägen zu übertönen. Ich schüttelte den Kopf "Wir stehen da hinten direkt unter den hängenden Ästen! Wir können da unmöglich länger stehen bleiben!" Der Feuerwehrmann folgte mir einige Meter durch den Schnee "Verdammt! Sie haben Recht! ..... Okay, sobald die da fertig sind können Sie durch!" "Okay, danke!" sagte ich "Haben Sie gehört, wann das aufhören soll??" fragte ich nach. Der Feuerwehrmann stöhnte auf "Nein, ganz im Gegenteil, es soll noch schlimmer werden, seit zwei Stunden ist der Katastrophenalarm ausgelöst! Das wird sicherlich eine interessante Nacht!" "Oh Mann....!" murmelte ich. Katastrophenalarm bedeutete in diesem Fall, dass die Bauern mit räumfähigen Traktoren und Firmen mit Radladern zum Schneeräumen verpflichtet worden waren.

Nach 10 min Wartezeit ging unsere Fahrt endlich weiter. Ein merkwürdiges Gefühl kam in mir auf, als ich dem Flockenwirbel auf der Fahrt nach Hause zuschaute.

Freitag um 14 Uhr, Fahrt zurück zur Station - Katastrophenalarm.

Direkt nach dem Mittagessen packten wir, auf mein Anraten hin, einige Sachen zusammen: Decken, heißen Tee, etwas zu essen. Eine Schüppe hatten wir bereits im Auto. Und ich bekam Gelegenheit meinen Schneeanzug einzuweihen. Dick eingepackt, wetterfest mit Stiefel, Schneeanzug, Schal und Handschuhen ging es dann los, zurück zur Station. Der Schnee fiel hingegen weiter, hatte aber etwas an Intensität abgenommen - er lag vielleicht 25 - 28 cm hoch.

Wieder brauchten wir eine Stunde für die Fahrt von lächerlichen 12 Kilometern. Diesmal hatte uns aber keine Feuerwehr aufgehalten, diesmal war es allein der Schnee. Noch immer war die Strecke zur Station hin nicht geräumt. Die abgeknickten Bäume und Äste, die auf der Hauptstraße lagen, und noch immer fielen, machte das Fahren mühevoll in dem hohen Schnee. Es gab nur noch eine Fahrspur auf der sonst so breiten Fahrbahn: Die Mitte.

Als wir endlich bei dem Heubauern ankamen, wurde es höchste Zeit. Ununterbrochen krachten nun Baumkronen und Äste, mit jeweils 2 - 3 Schubkarrenladungen Schnee darauf, zu Boden. Weiß, weiß, weiß, alles weiß. Keine Farben mehr in der Natur, nicht mal mehr ein Schwarz, nirgends. Baumstämme, Holzpfähle, Stromleitungen, alles weiß.

Gerade als wir vom Heubauern aus losfahren wollten, knickte unter der Last von Ästen und Schnee der Holzstrommast direkt neben dem Hof um. Erst ganz langsam und dann mit einem Male. Er brach ab, wie ein Streichholz. Es funkte und zischte. Dann ging das Licht am Hof aus. "Na super!" murmelte ich.

Die Fahrt vom Heubauern aus hin zur Station glich eher einem Spießrutenlaufen, als einer Fahrt. Einige der Bauernstraßen waren schon unpassierbar. Ganze Bäume versperrten den Weg, einzig und allein gebrochen durch die Last des Schnees. Der Traktor fuhr mit dem großen Heuballen vor, wir folgten im Auto und wurden mittendrin getrennt, weil ein Baum einfach zwischen uns umstürzte. "Was machen wir hier eigentlich??!" fragte ich mich da. Die Situation war zu skurril!

Mit dem Gegengewicht des Traktors konnte der Baum vom Weg geschoben werden, wir konnten passieren. Weiter ging es und ich hoffte nur noch, dass wir heile ankamen. Die letzten 300 m gingen dann wieder schneller. Hinter uns jedoch brachen die Äste, Zweige, kleine Bäume. Um zurück zu gelangen, musste der Traktor, nachdem er den Heuballen an der Station abgeladen hatte, über die Hauptstraße durch das Dorf. Der Feldweg war innerhalb von 10 min unpassierbar geworden, soviel Äste lagen dort herum.

Freitagnachmittag - der Schnee lässt etwas nach.


Den ganzen Tag über versuchten wir den Schnee von den Abnetzungen der Gehege der Station herunter zu bekommen. Immer wieder schlugen wir mit dem Besen gegen die Netze, so dass der Schnee herunterfiel. Es schneite kaum, aber stetig. Da die Temperaturen ein kleines bisschen über Null gestiegen waren, sackte der Schnee ein wenig in sich zusammen, war nicht mehr so hoch, doch wurde dadurch noch schwerer. 20 cm hoch war alles schneebedeckt. Schwer lag der Schnee auf den Abnetzen der Gehege und war so klebrig, dass er nicht mal durch die großen Maschen fiel, sondern bleiern darauf liegen blieb. Irgendwann hatte es dann keinen Sinn mehr gegen ihn anzukämpfen, es war zwecklos.

Der Wind nahm von Stunde zu Stunde zu. Mit Aufkommen der ersten Dämmerung begann ein Schneesturm, der seinesgleichen sucht. Innerhalb von kürzester Zeit gab es 20 cm Neuschnee, so dass wir insgesamt 40 cm Schnee hatten. 40 cm nassen, schweren Schnee. Und es hörte und hörte nicht auf. Schnee und Sturm griff in die Zäune und in die Kronen der Bäume. In Windeseile hatte der Orkan den Maschendrahtzaun des großen Geheges in Wetterrichtung zu einer Schneemauer umgebaut. Zentimeterdick verklebten die waagerecht gepeitschten Flocken die großen Maschendrahtlöcher - der Zaun drohte unter dieser immensen Last zu kippen.

Zu versuchen die Zäunungen der Pferde zu sichern, war völlig zwecklos. Mitten in der weißen Dunkelheit auf meiner großen, völlig verschneiten Weide stand ich ratlos in 40 cm tiefem Schnee. Ich fasste an die Litze, einem 4 cm breiten Kunststoffband. Das Band war dermaßen mit Schnee beladen, dass ich es nicht mehr zu straffen imstande war, so schwer war es. Der glatte, dünne Draht, der oben am Zaun entlang führte, war rundherum mit 2 - 3 cm Schnee befroren, so dass er zu einem starren, dicken, schweren Eisgebilde geworden war, was ich kaum umfassen konnte. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Schnee, nichts als Schnee um mich herum, Flocken von oben und von unten. Fahl erhellten die Außenbeleuchtungen der Höfe rundherum das aufkommende Dunkel. Das Licht wurde von dem Weiß des Schnees reflektiert, so dass alles in einen unwirklichen Schein getaucht wurde.

Hinter mir hörte ich plötzlich ein quietschendes Geräusch, ähnlich dem von einem bremsenden Zug. Ich sah mich um. Eine schwere Sturmböe riss an den Bäumen der Wallhecken. Schnee donnerte von den Bäumen herunter und riss Äste mit. Und wieder dieses quietschende Geräusch, dessen Ursprung ich im ersten Moment nicht lokalisieren konnte.

Ich stutzte und beobachtete unsicher meine Umgebung. Und noch einmal dieses quietschende Geräusch, gefolgt von einem dumpfen, tiefen Knacken, was von einem schweren Balken herrühren könnte. Eine Sekunde Stille, dann brach mit einem Riesengetöse das Stahldach der Führanlage beim Nachbarn unter der Last des schweren Schnees ein.

Einen Moment lang stand ich erstarrt dar und betrachtete unbeweglich den, zur Mitte des Daches nachrutschenden, Schnee. Ich hatte vor Schreck nicht einmal gezuckt - erst jetzt wurde mir klar, wie gefährlich die Welt war, in der ich stand. Es war genau DAS Wetter, von dem man sagt: Ich möchte ums Verrecken jetzt nicht da draußen sein. Aber ich stand jetzt hier draußen – alleine auf einer weißen Ebene. Schneeflocken wirbelten weiter. Sturmböen heulten bedrohlich durch die aufkommende Nacht. Ununterbrochen knackte und krachte es in der Nähe und in der Ferne.

Ich blickte mich nach dem neuen Unterstand für das Pferd um. Ich wusste nicht, ob die Last des Schnees nicht zu groß werden würde. Würde der Unterstand einbrechen, wie diese Führanlage, gäbe es darunter keine Chance. Ich fasste es kaum, was gerade passierte. Mir blieb allen Ernstes nichts anderes übrig, als das Pferd frei zu lassen, denn Zäunungen gab es in dieser unheimlichen Nacht nicht mehr und auch keine Möglichkeit für eine andere Unterbringung. Ich hoffte, dass der Große instinktrein genug war, um zu wissen was zu tun war. Zurück vorn an den Stallungen öffnete ich das Tor, damit er sich nicht noch in verschneite Zäune verwickelte. Der Große galoppierte los, sprang über den Graben und tat sich mit dem Ponyhengst des Nachbarn zusammen, der auf dem Feldweg schon auf ihn gewartet hatte. Beide liefen den Feldweg entlang, suchten sogleich Schutz in den niedrigen Büschen der Wallhecken. Die anderen Ställe mit den Tieren verbarrikadierte ich und konnte nur noch hoffen.

Was ein grauenhaftes Gefühl zu wissen, dass die Pferde frei umherliefen, doch ich vertraute ihnen! Ich wusste, dass sie in unmittelbarer Nähe bleiben würden und ich wusste, dass in dieser Nacht ganz bestimmt kein Auto unterwegs war, denn die Straßen waren nicht mehr passierbar – auch nicht für ein Räumfahrzeug!

Freitagabend gegen 18 Uhr - nach Sonnenuntergang, Schneesturm.

Als wir mit dem Füttern fertig waren, mussten wir das Auto erst einmal freischaufeln. Es schneite wieder heftiger – man konnte die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Noch einmal schaute ich nach den Pferden, doch ich fand sie in dem Schneegestöber nicht mehr. Heftige Sturmböen schüttelten die Bäume. Die Außenbeleuchtungen flackerten, immer und immer wieder, fielen sekundenweise sogar ganz aus. Schneeflocken fielen und fielen und fielen. Es krachte und knackte wieder in der Ferne, es quietschte und kreischte. Ein Blitzen und Funken erhellte immer wieder diese unheimliche Nacht. Ich werde diese Machtlosigkeit nicht mehr vergessen.

So traten wir die Rückfahrt nach Vreden an. Wir mussten dabei große Umwege in Kauf nehmen. Kein Mensch, wirklich kein einziger Mensch - kein Auto, kein Fahrzeug war mehr über Land unterwegs. Kein Licht von den Höfen erhellte mehr das Schwarz und Weiß der Nacht, denn der Strom war zumeist schon ausgefallen. Das westliche Münsterland war zu einer Wildnis geworden.

Auf der Fahrt über Umwege sahen wir einige freie Ponies etwa 20 m von der Straße hinter einem Graben stehen. Sie hatten seitlich in einem Busch Schutz gesucht – standen still, unbeweglich und eingeschneit. Ich weiß bis heute nicht, wem sie gehörten.

Die Nacht war dunkel, doch gleichzeitig hell, durch das Weiß des Schnees, der überall zu sein schien. Weiter auf unserer stundenlangen Fahrt stellten wir fest, dass einige Hauptstraßen inzwischen weitgehend geräumt waren. Es ging trotzdem nur im Schritttempo vorwärts, denn man konnte nicht wissen, was jeden Moment auf die Straße fallen würde. Links und rechts von der Straße sahen wir es dann, das Blitzen der Stromkabel, die den Boden berührten, weil die Masten schief standen oder bereits abgeknickt waren.

Wieder brauchten wir über eine Stunde bis nach Vreden. Wir entschlossen uns dazu, schnell noch einkaufen zu gehen. Wenn es Stromausfall geben würde, wäre es unklar, wann der Strom wieder angestellt werden würde. Wir entschieden uns für "Dosennahrung", die man praktischerweise überall warm machen konnte, sowie Brot und Aufschnitt.

Wir standen in einem Supermarkt, ich wollte gerade den Aufschnitt in den Einkaufswagen legen, da ging das Licht aus. Stockduster war es, man konnte die Hand vor Augen nicht sehen. Wir hatten unsere Taschenlampen vom Autofreischaufeln noch in den Jacken und mit diesen brachten wir die Kundschaft nach draußen. Unseren Einkauf mussten wir dort im Laden belassen, denn die Registrierkassen funktionierten nicht ohne Strom. Draußen stapelte sich währenddessen der Schnee an den Straßenrändern schon 2 m hoch, es war fast kein Wegkommen mehr von diesem Parkplatz. Und nun stand ganz Vreden ohne Strom da.

Samstagmorgen, 26. November - das Ausmaß!


Wir fuhren nach Hause, aßen den kleinen jämmerlichen Rest Brot, den wir noch hatten. Langsam wurde die Wohnung kalt, denn die Elektroheizung konnte sich in dieser Nacht nicht aufladen.

Draußen begannen derweil die Temperaturen zu fallen. Sturm ging und kühlte alles noch schneller aus. Gegen Morgen hatten wir knapp 10 Grad in der Wohnung - Tendenz fallend. Meine Fische hatten diesen Kälteeinbruch tragischerweise nicht überlebt. Es gab keine Zeit zur Trauer. So schlimm der Verlust der Fische auch war, die ich 9 Jahre besessen hatte, es galt nun ein anderes Gesetz: Retten, was es noch zu retten gab! Dazu gehörte auch die Wasserschildkröte, die in der Wohnung überwintern sollte. Diese gedachte ich am Nachmittag zu einem Freund nach Ahaus zu bringen, denn dort hatte es am Vorabend nur 12 min Stromausfall gegeben. Über mein batteriebetriebenes Radio hatten wir erfahren, dass es noch Tage dauern könnte, bis wir in Vreden wieder Strom bekommen würden.

Draußen schneite es noch immer. Langsam, seicht und andauernd. Es lag fast 50 cm Schnee, schwer und klumpig. Und es schneite und es schneite und es schneite. Wir fuhren wieder zur Station an diesem Morgen, voller Angst um die Tiere und die Pferde – Gefühle im totalen Ausnahmezustand! Schneeräumer hatten am frühen Morgen und die ganze Nacht hindurch den Schnee von den größeren Hauptstraßen geschoben. Schwere Radlader und Lkws waren dabei den Schnee zu großen Sammelplätzen zu verbringen.

Schon nach den ersten 1000 Metern unserer Fahrt bot sich uns ein Bild des Schreckens. Rechts direkt neben der Hauptstraße in Vreden war ein Betonstrommast umgebrochen. Dahinter standen einige abgeknickte, stählerne Überlandleitungen. Sie waren wie Papier gefaltet, in der Mitte geknickt - ihre Spitzen, die sonst in den Himmel herein ragten, berührten den Boden. Stahlgiganten, gebogen wie Knetgummimasten. Die Kabel lagen am Boden - die Berührung am Boden hatte den Schnee getaut und das Gras darunter verbrannt. Es war ein Wunder, dass niemand dabei zuschaden gekommen war.

Es gab nirgendwo mehr Strom, weit und breit. Die Tankstelle hatte das Notstromaggregat angeworfen, versorgte die Leute mit Brötchen und Aufschnitt. Überall sah man Polizeiwagen, Feuerwehrwagen, Wagen der THW mit riesigen Stromaggregaten. Die kleinen Bäume und Büsche an der Tennishalle waren alle abgeknickt, lagen am Boden. Irgendwer hat eine umgestürzte Lärche notdürftig an die Seite der Hauptstraße gelegt. Gartensichtzäune waren umgebrochen, das Abdach einer Garage war zusammengebrochen, ein Wintergartenüberstand war eingeknickt. Und nun stiegen die Temperaturen auf über Null. Der Schnee, der 50 cm hoch auf den weniger schrägen Dächern klebte, rutschte mit Donnern hinab und riss alles mit, was er auf dem Weg nach unten erwischte, Satellitenschüsseln, Dachrinnen u.s.w.

Die Hauptstraße zur Station hin war gerade frisch geräumt. Die große Hauptstraße nach Ahaus war komplett gesperrt, weil auch hier Überlandleitungen auf der Straße lagen und umgeknickte Bäume den Weg versperrten.

Links und rechts der Straße wieder ein Bild der Zerstörung. Bäume, Sträucher lagen am Boden. Äste, ganze, abgebrochene Baumwipfel waren lieblos an die Seite geschoben worden. Strommasten lagen am Boden, einer war in einen Schafsstall direkt an der Straße gekippt und hatte das Dach eingedrückt. Das Kabel hatte man einfach in den Graben geworfen, damit die Hauptstraße weiterhin halbwegs passierbar blieb. An den Waldrändern bei den Äckern war eine neue, vorgelagerte Hecke entstanden: Hunderte von abgeknickten Birken und Erlen lagen in einer Reihe, wie dort hin drapiert. Ich befürchtete Schlimmes.

Das Erste was ich von der Station sah, waren die Pferde, die noch immer in der sicheren Wallhecke standen. Sie hatten sich nicht vom Fleck bewegt. Mir fiel eine Wagenladung Steine vom Herzen. Dem Großen war nichts passiert und dem Pony auch nicht.
Der Feldweg war von vorn bis hinten dicht: Baumstämme, Zweige. Das Dach des neuen Pferdeunterstandes bog sich durch, aber es hielt erstaunlicherweise. Auf den Seitenzaun zu dem Gänsegehege waren einige schwere Äste der vorderen Eiche gefallen. Die Krone derselben Eiche war zum Feldweg hin heraus gebrochen.

Die komplette Netzung der Gehege lag am Boden, schwer beladen mit Schnee. Die Pfähle des Maschendrahtzauns waren nach innen hin umgezogen, die Schneemauer vom Vorabend war eingebrochen. Ich überprüfte das Taubengehege: Ein Berg von Schnee lag darin, über einen Meter hoch, heruntergerutscht vom Dach der Station. Es war kein Reinkommen, denn der Schneeberg hatte das Netz mit heruntergerissen. Damit die Zäunung nicht mit umgezogen wurde, schnitt ich das Netz durch. Das Gleiche hatte ich auch im Entengehege vor, auch dort wollte ich das Netz schneiden. Im Entengehege war der Schnee vom Dach noch nicht heruntergekommen. Ca. 30 cm hoch lag er wie in einem Einkaufsnetz auf der Abnetzung. Ich wollte ihn gerade herunterschütteln, als der gesamte Schnee des Anbaus vom Dach herunterrutschte und mich begrub. Ich hatte keine Zeit für eine Reaktion gehabt. Der Schnee hatte 50 cm hoch am Boden gelegen, der Schnee im Netz war noch mal 30 cm hoch gewesen und hatte mir den Blick hinauf zum Dach verdeckt. Als ich das Rauschen des abfallenden Schnees dann hörte, war es bereits zu spät. Der Schnee war so schwer, ich konnte mich kaum drehen, ich lag auf dem Rücken wie ein Käfer, das Netz drückte mich herunter. Ich brauchte eine Weile, bis ich seitlich unter dem Netz soweit gegraben hatte, dass ich mich drehen und herauskriechen konnte. Mir blieb keine Zeit zur Verdauung von irgendwelchen Schreckminuten, es war viel zu viel passiert bis hierhin, retten war jetzt wichtiger.

Ich musste sehen, dass ich mir einen Weg freimachte, um zum Frettchenstall zu gelangen, damit ich sehen konnte, was noch alles beschädigt war. Die gesamten Freigehege waren zu engen Röhren geworden: Auf einer Seite der Zaun mit Schnee, auf der anderen Seite das Netz am Boden beladen mit Schnee - unten 50 cm Schnee, oben ein Dach aus Schnee. Zum Füttern der Frettchen musste ich also künftig durch diese Schneeröhre kriechen, zumindest bis zur Schmelze. Auf dem Weg zum Frettchenstall robbend, kam mir das Widderkaninchen entgegen. Sie sah danach aus, als ob sie sich unter dem herabgekommen Netz durch den Schnee hindurch gegraben hatte - nass und außer Atem. Sie ignorierte mich, kletterte über mich hinweg und hoppelte weiter Richtung Katzenklappe. Der Frettchenstall jedenfalls schien den Schneemassen samt Netz stand zu halten. An dieser Stelle brauchte ich keine Entlastungsschnitte in das Netz zu machen.

Über dem Entengehege beugten sich indes die schneebeladenen Eichenzweige, die wir noch vor dem Mittag zumindest teilweise absägten. Der Seitenzaun drohte nämlich einzubrechen. Auf den anderen Seiten lag der Maschendrahtzaun bis an den Boden, feinsäuberlich vom Schnee eingerollt, die Zaunpfähle waren umgekippt. Und es schneite munter weiter.

Was sonst noch alles passiert war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht: 4000 Rettungskräfte der Feuerwehr, des THW, des DRK, des Malteser Hilfsdienst und sämtliche städtischen Mitarbeiter waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Einsatz. 250.000 Menschen waren ohne Strom. Geschäfte und Betriebe blieben geschlossen und das für Tage. Und am Stärksten waren die Kreise Steinfurt und Borken betroffen.

Samstagmittag - Warten auf ein Ende.

Noch vor dem Mittag fuhren wir nach Ahaus, um eine Gasflasche zu holen, denn nur in Ahaus waren noch Geschäfte offen. Der Campingbedarfladen machte Überstunden. Zig Leute von nah und fern stan den in einer langen Reihe und warteten, um Gaskartuschen zu kaufen oder ganze Gasflaschen. "Wie im Krrrrriiiiiech!" erklärte ein älterer Mann.

Dann ging es zurück nach Vreden, Fahrtzeit weit über eine Stunde mit Umwegen. Viele Straßen waren inzwischen jedoch gut geräumt. Links und rechts neben den Hauptstraßen lagen Berge über Berge von Schnee. Die Umgebung sah aus, wie nach einem Bombenangriff: Umgestürzte Bäume und Strommasten, zerstörte Stalldächer, zerstörte Glashäuser, zerstörte Carports. - Zerstörungen, wo man nur hinschaute und egal wie lange man fuhr. Und es schneite noch immer, leicht aber beharrlich.

Nach dem Mittag verpackte ich meine Ratten und die Schildkröte, bedeckte meine Zimmerpflanzen mit einer Decke. Wir packten ein paar Sachen zusammen, fuhren sofort los, denn in der Wohnung waren es kaum noch 8 Grad - draußen waren die Temperaturen auf 2 Grad plus gestiegen.

An der Station räumten wir Äste weg, schaufelten etwas Schnee, fütterten mit aufgestellten Sturm- und Taschenlampen und schon ging es weiter nach Ahaus zu einem Freund, bei dem wir alle – Mensch und Tier - Unterschlupf suchten, für die nächsten Tage. Die Pferde blieben in dieser Nacht in einer Halb-Freiheit -, denn der Schnee fiel wieder schneller. Ich wusste nicht, ob der provisorische Zaun, den ich gezogen hatte, und mein Flickwerk halten würden, wenn es wieder heftig schneien sollte. Auf der Fahrt nach Ahaus trafen wir den Ü-Wagen des WDR, gestrandet im Schnee an einem Bauernhof an der Landstraße.

An diesem späten Abend sahen wir das Erstemal im Fernsehen, was alles geschehen und zerstört worden war. Dies hier aufzuzählen, würde den Rahmen dieser Geschichte sprengen. Alles, was der Tonnenlast des Schnees nicht standhielt, war zusammengebrochen. Es gab keinen Bus- und keinen Bahnverkehr mehr, Schulen und Kindergärten waren geschlossen, Geschäfte und Betriebe blieben zu. Es gab in weiten Teilen des Kreises keinen Strom, mit all den dazugehörenden Konsequenzen. Im Radio wurden ununterbrochen und gebetsmühlenartig Gaststätten und Schulen benannt, die warmes Wasser und warmes Essen bereitstellten, wo man die Nacht im Warmen verbringen konnte. Ebenso wurde über die Standorte der großen Stromaggregate unterrichtet. Ich war froh diese Nacht mit einer Pizza im Bauch im Warmen zu verbringen.

Sonntag, 27. November.

Als ich am Sonntagmorgen bei Sonnenaufgang aus dem Fenster sah, sah ich schon wieder diese grauenhaften Schneeflocken fallen. Ich konnte mich gegen das Gefühl einer aufkommenden Panik kaum erwehren.

Auf dem Weg zur Station ließ dann endlich das Schneien merklich nach. Wir schaufelten ein kleines Gehege frei, so dass die Enten und die Hühner ein wenig an die frische Luft kamen. Wildtiere so lange in enge Ställe zu halten ist schwierig. Als ich gerade dabei war das Dach des Pferdeunterstandes frei zu schaufeln, hörte es auf zu schneien! Plötzlich und unvermittelt! Die Wolken zogen schnell, es wurde deutlich heller.


Ich stieg vom Dach und schaute mich um. Nach über 50 Stunden hatte es endlich aufgehört zu schneien. Kaum mochte ich es glauben - ich atmete auf. Die Welt war bedeckt mit etwa einem halben Meter Schnee. Die 40 m bis zu den Pferden, die auf ihren "Ersatzwiesen" standen, waren daher sehr beschwerlich zu gehen. Gemeinsam stapften wir schließlich durch die Winterlandschaft zurück - Pony und Pferd standen endlich wieder in ihren Unterständen.

Zum Mittag fuhren wir nach Ahaus, wo es weiterhin noch Strom gab. Wir holten den Einkauf von Freitag nach. Einige Lebensmittelgeschäfte in Ahaus hatten an diesem Sonntag bis 14 Uhr geöffnet. Die Leute kauften Lebensmittel, Unmengen Kerzen und Brot. Die Strapazen der letzten Tage sah man ihnen, wie auch uns, an.

Gleich nach dem Mittag ging es wieder zur Station. Es hatte nun wirklich und tatsächlich aufgehört zu schneien. Wir versuchten die Netze ein wenig zu entlasten, etwas Schnee zu schaufeln und die genauen Schäden festzustellen. An Reparatur konnte noch lange nicht gedacht werden, ohne Strom.

Schadensstatus nach über 2 Tagen Dauerschneefall: Taubenvoliere zerstört, Taubenvoliere-Abdach hält, Gänsehaus hält, Gänsegehege nicht begehbar, Entenvoliere zerstört und nicht belaufbar: rechter Zaun hält, Holzzaun abgesenkt, linker Zaun niedergerissen. Katzengehege zerstört und nicht belaufbar: hinterer Zaun eingedrückt, linker Zaun total verzogen, vorderer Zaun völlig niedergerissen, Frettchenhaus hält, Frettchengehege zerstört. Weidezäunung komplett niedergerissen.

Am Nachmittag stapfte ich zu einem Nachbarn auf den Bauernhof herüber, um zu erfahren wie es dort aussah. Ich wollte wissen, ob Jemand eine Ahnung hatte, wann wir wieder Strom bekommen würden. Eine handvoll Bauern standen im Halbkreis vor den Melkställen. Ich grüßte kurz, blickte in die Stallungen: Da, wo sonst eine Milchkuh stand und ein Rind, standen jetzt zwei. In letzter Minute hatte man Rinder verfahren und mein Nachbar hatte Platz geschaffen. Jetzt wartete man auf die Leute vom THW, die mit dem Stromaggregat kommen sollten, damit gemolken werden konnte. Frierend und kopfschüttelnd standen die Bauern auf dem Hof, die Hände tief in den Hosentaschen versunken - wartend. "Weiß Jemand, wann es hier wieder Strom geben soll?" fragte ich. Ein allgemeines Kopfschütteln. "Eine Woche bestimmt." sagte man einhellig. "Na, super! Wenigstens hat es aufgehört zu schneien!" sagte ich. "Ja, allerdings!" war man sich einig. "Hält Dein Unterstand?" fragte mich mein Nachbar. "Ja, er hat gehalten, ich hab den Schnee jetzt runtergeschaufelt!" erzählte ich "Das Pferd steht wieder im Stall." "Na Gott-sei-Dank!" sagte mein Nachbar. "Bei mir ist alles zusammengebrochen!" erzählte mit ein Bauer. "Vom Rinderlaufstall. Als wir Freitagabend gesehen haben, dass sich das Dach anfing zu neigen, haben wir die Rinder auf die Weide getrieben und von dort aus hierher verfahren. Es gab ja kein Zaun mehr. In der Nacht ist das Dach dann zusammengebrochen!" "Ich habe mein Wohnzimmer mit dem offenen Kamin in eine Welpenstube umgerüstet." erzählte ein Anderer "Meine Hündin hat am Donnerstag geworfen. Wir haben dann im Wohnzimmer die Hunde gehabt und haben mit 6 Personen dort auch geschlafen. Am offenen Kamin." "Wir haben Essen gekocht auf dem alten Herdfeuerofen von der Uroma."  Jeder hatte eine andere Geschichte zu erzählen, in Ruhe und mit einem Schmunzeln. Die Westmünsterländer ertragen auch das größte Chaos mit der für sie typischen Gelassenheit.

Noch eine Weile lang unterhielt ich mich mit den Bauern, stapfte dann durch den hohen Schnee meinen beschwerlichen Weg zurück zur Station. Auf halbem Weg dorthin brach plötzlich die tiefstehende Sonne aus den Wolken - nur einen Moment lang. Ich blieb stehen. Die Sonne tauchte den Schnee in ein strahlendes Rosa. Ich blickte in das, für einen Augenblick lang gleißende Licht. Langsam, ganz langsam erlosch das Rosa wieder und Wolken schoben sich vor die untergehende Sonne. "Gott-sei-Dank" murmelte ich "Es ist vorbei!". Das Bild von dem gleißenden Licht und dem rosafarbenen Schnee habe ich nie wieder vergessen!

Es sollte 4 Tage dauern bis wir in Vreden wieder Strom hatten. An der Station dauerte es 6 Tage. 14 Tage dauerte es, bis die meisten Strommasten wieder aufgestellt waren. Über eine Woche dauerte es, bis wir das Netz unserer Gehege vom Boden heben konnten. Weitere 3 Tage dauerte es, bis der Schnee geschmolzen war. Nach 4 Wochen war von den riesigen Schneebergen auf den Sammelplätzen noch immer eine handvoll übrig.

Wie viele Wochen würde es dauern, bis man keine Schneeschäden mehr sieht? Wie viele Monate würde es dauern, bis alle Gebäudeschäden beseitigt wären? Wie viele Jahre würde es dauern, bis man den Bäumen das, was geschehen war, nicht mehr ansehen würde?

Nach 4 Wochen anstrengender Arbeit hatten wir jedenfalls die gröbsten Schäden an der Station behoben. Ich jedoch sehe seit diesen Tagen Schnee mit völlig anderen Augen.

 
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