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Wetterbestimmend für das Schneechaos im Münsterland (sowie den angrenzenden Niederlanden) war zum einem ein Hochdruckgebiet südlich von Grönland sowie das Sturmtief "Torsten" im Gebiet der Nordsee. Das Hochdruck blockierte die sonst zu dieser Jahreszeit typische Westdrift vom Atlantik und lenkte kalte unf feuchte Luftmassen aus den polaren Regionen in den mitteleuropäischen Raum.
Das Sturmtief Torsten hatte auf Grund von kaum ausgeprägten Höhenwinden nur eine sehr langsame Verlagerungs-geschwindigkeit. Dies hatte zur Folge, dass der Niederschlagsstreifen über mehrere Stunden das gleiche Gebiet beeinflusste. Die dicht aufeinander gedrängten Isobaren zeigen den Druckabfall vom Zentrum des Tiefdruckgebietes ausgehend an, der Ausgleich dieses Druckunterschiedes machte sich als Wind bzw. Sturm bemerkbar. Das Sturmfeld überdeckte dabei einen Bereich von Belgien über die Niederlande bis nach Nordwestdeutschland. In diesem Bereich wehte über mehrere Stunden hinweg der Wind konstant aus südwestlicher Richtung kommend. Die mittlere Geschwindigkeit betrug dabei 36 km/h, in der Spitze erreichte der Wind bis zu 70 km/h (die Werte sind auf das Münsterland bezogen).
Ein weiterer maßgebender Faktor war natürlich die Temperatur im münsterländischen Raum. Sie bewegte sich in einem Bereich knapp um und über den Gefrierpunkt, was zur Folge hatte, dass der Niederschlag als nasser und schwerer Schnee fiel. Ein paar wenige Grad kälter oder wärmer hätten dabei ausgereicht, dass der Niederschlag entweder als (für die Strommasten) harmloser Pulverschnee oder als Dauerregen vom Himmel gefallen wäre. Alle Faktoren addiert ergaben so das "perfekte Wetter" für das Scheecnaos im Münsterland.
Bewegen Sie die Maus über die Grafik, um die langsame Verlagerung des Sturmtiefs "Torsten" zu sehen. Die erste Grafik zeigt die Situation am 25. November 2005 zu 1 Uhr MEZ an, die zweite Grafik exakt 24 Stunden später.
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